Update: GEMA vs. YOUTUBE

Sind 0,00375 Euro pro Stream gvsyt
auf  Youtube angemessen oder nicht?

Nein meint Youtube, doch meint GEMA und ein Schiedsgericht solls nun entscheiden.

Wer sich derweil auf Youtube Videos ansehen möchte, dem wird in Deutschland oft statt des Videos eine Sperrgrafik gezeigt, die als Grund für die Nichtverfügbarkeit, die nicht vorhandene Rechteabklärung mit GEMA nennt. Genauer gesagt steht dort folgender Text:

„Leider ist dieses Video in Deutschland nicht verfügbar, da es Musik enthalten könnte, für die die GEMA die erforderlichen Musikrechte nicht eingeräumt hat“.

Der Text auf den Sperrbannern gefällt der GEMA ganz und gar nicht, da sie einseitig als Spielverderber dargestellt wird. Daher hat sie nun auf Unterlassung geklagt und fordert die Entfernung des Textes und jede Menge Schadensersatz.

Opendatacity hat es näher erforscht: tatsächlich sind 61% der 1000 beliebtesten Videos auf Youtube in Deutschland gesperrt. Grund hierfür sind die erfolglosen Verhandlungen zwischen Youtube und der GEMA, die bereits seit vier Jahren andauern.
Youtube, inzwischen von Google aufgekauft, stellt sich als Verfechterin der Netzfreiheit dar. Die GEMA ist widerrum natürlich unermüdlich im Auftrag des armen Künstlers unterwegs.

Eigentlich geht es um Millioneneinnahmen aus Werbung, die Youtube durch die Rechtsunsicherheit und die Sperrungen entgehen und auch bei der GEMA sind sich nicht Künstler sich einig, ob die Verhandlungen in ihrem Sinne laufen.

Für den Nutzer ist es nicht ersichtlich, welche Rechte berührt werden. Es stehen dazu keine Details. Die GEMA behauptet, längst nicht alle gesperrten Videos wären überhaupt aufgrund von der ungeklärten Rechtesituation betroffen.
Youtube schützt sich jedoch vorsorglich durch die Sperrung, da die GEMA ihr keine Liste der betroffenen Titel zur Verfügung stellt.
Unabhängig von der aktuellen Unterlassungsklage ist der Kern des Rechtsstreits noch ungeklärt. Immer noch zu klären bleibt zum einen ob Youtube überhaupt pro Stream zahlen muss und ob Youtube eine umfassende Prüfpflicht trifft und es geht weiterhin um die Frage nach der angemessenen Höhe einer solchen Vergütung pro Stream.
Die GEMA hat ein FAQ zur Verfügung gestellt zum Rechtsstreit mit Youtube, das natürlich zunächst ihre Sicht darstellt, aber auch einige Fakten aus den Verhandlungen.

Es ist fraglich ob die Frage nach der Angemessenheit vor dem Schiedgericht sinnvoll ausgetragen werden sollte. Vielleicht könnte man einfach einige Preismodelle ausprobieren und herausfinden, wann eine gesunde Balance entsteht zwischen der Vergütung des Urhebers von digitalen Inhalten, Gewinn des Streamingportals und der Summe, die der Nutzer bereit ist für solche Inhalte zu zahlen (falls keine Werbefinanzierung erfolgt).

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