Reihe: Was sollte ich beim Kauf von Apps beachten?

Zunächst erschienen bei Klicksafe in der Reihe „Rechtsfragen im Netz“ in Zusammenarbeit mit iRights.info

Mobile Apps machen Spaß. Sie sind in vielen Situationen nützlich: Wenn man sich in einer fremden Stadt verläuft und dank GPS-Funktion und Karte doch ans Ziel kommt; wenn man einen tollen Song hört und nicht weiß, von wem er ist. Auch sonst kann man sich mit Apps die Zeit vertreiben, beispielsweise mit Spiele-Apps, E-Books und digitalen Zeitschriften oder Musik- und Videoplayern.

Neben diesen sichtbaren haben Apps jedoch eine Reihe von nicht sichtbaren Funktionen. Je nach Programmierung und Berechtigungen gestatten sie den Entwicklern nachzuverfolgen, wie wir unser mobiles Gerät nutzen. Berechtigungen ermöglichen Apps den Zugriff auf Einstellungen und Dateien auf unserem mobilen Gerät. Die Apps können unser Surfverhalten aufzeichnen, auf unser Mikrofon zugreifen, nachverfolgen, wo wir uns aufhalten, unsere Kontaktdaten abgreifen und vieles mehr, wenn wir ihnen im Rahmen der Installation entsprechende Zugriffsrechte einräumen. Eine echte Wahl ist das aber in den seltensten Fällen: Räumt man die Zugriffsrechte nicht ein, bleibt einem normalerweise nur die App gar nicht zu installieren.

Mobile Apps sind ein Feld, auf dem viel ausprobiert wird. Zum einen testen die Entwickler aus, welche Funktionen überhaupt sinnvoll sind und von den Kunden angenommen werden. Zum anderen sind die Geschäftsmodelle dahinter oft noch in der Entwicklungsphase. Eines haben die meisten Apps gemeinsam: Sie sammeln viele Daten und können auf viele Funktionen unserer Geräte zuzugreifen, oft ohne dass Nutzer es merken.